Manga: Hanayome wa moto danshi

Ich bin gestern durch die Ankündigung von Sevenseas den Manga "Hanayome wa moto danshi" nächstes Jahr in Amerika zu veröffentlichen, aufmerksam geworden. Dabei hat der englische Titel "The Bride Was a Boy"  mein Interesse geweckt. Da ich selbst Transsexuell bin, war ich natürlich sehr gespannt, was eine japanische Mangaka, die selbst betroffen ist, als Manga zu dem Thema herausgebracht hat. Der Manga umfaßt nur ein Band und nach einer kurzen Suche im Netz, habe ich tatsächlich eine englische Übersetzung des Mangas auf einer der üblichen Mangareader Seiten gefunden.

Handlung


Es wird die autobiografische Geschichte von Chii erzählt, die, als sie gerade in der Phase ihrer Transition war, einen Mann kennenlernte, der sich in sie verliebte. Nach einigen Treffen, wagte die Autorin, ihrem Freund zu gestehen, daß sie mit männlichen Geschlechtsmerkmalen geboren wurde und gerade dabei ist, dieses zu ändern. Ihr Freund war darüber zwar sehr überrascht, aber seine Liebe zu ihr war stärker und so vertieften die beiden ihre Beziehung. Chiis Freund unterstütze sie, bei ihrer Transition, was neben den geschlechtsangleichenden Operationen, auch der Wechsel des bei der Geburt zugewiesenen Geschlechts in dem Familienregister beinhaltete. Am Ende heiraten beide und sind inzwischen ein glückliches Ehepaar.

Fazit


Die Handlung ist spannend und lustig erzählt, wie ich finde. Dabei wird auf die besonderen Schwierigkeiten hingewiesen, die eine transsexuelle Person hat, wenn sie eine Beziehung eingeht. Darüber hinaus, wird auch auf die Probleme hingewiesen, die in der Transition auftreten können. Das ganze wird meiner Meinung nach, sehr locker und leicht verständlich erzählt und mir hat es viel Spaß bereitet, den Manga zu lesen. Ich fand auch das positive Beispiel, sehr herzerwärmend. Es ist leider nicht so selbstverständlich, daß eine transsexuelle Frau, so einfach einen Lebenspartner findet. Nach allem was ich so mitbekomme, enden die meisten Anfänge einer möglichen Beziehung, wenn die transsexuelle Person sich ihrem möglichen künftigen Freund gegenüber outet.

Was mir sehr gut an dem Manga gefallen hat, war neben der Geschichte von Chii und ihrem Mann, auch die am Ende der Kapitel eingestreuten Erklärungen zum Thema Transsexualität. Ich würde mir wünschen, der Manga würde auch in Deutschland erscheinen. Zwar werden die rechtlichen und medizinischen Belange aus der Sicht einer japanischen transsexuellen Frau, aufgezeigt, aber das tut der Leistung des Mangas, als Aufklärungsmaterial zu dienen, keinen Abbruch, wie ich finde. Klar, die rechtliche Situation in Japan ist eine andere als hier in Deutschland. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist sie in Japan, ungefähr so, wie sie noch vor ein paar Jahren in Deutschland war, also man darf zum Zeitpunkt der rechtlichen Geschlächtsänderung nicht verheiratet sein und das Geschlecht wird im Familienregister erst nach einer geschlechtsangleichenden Operation geändert.

Den Zeichenstil fand ich etwas ungewohnt und entspricht nicht so ganz, das was ich bis jetzt so an Mangas gesehen habe, aber er passt ganz gut zu der Geschichte. Ich würde den Stil in Richtung Chibi einstufen, aber wie gesagt, er ist sehr süß und passt ganz gut.

Ich werde mir, die englischsprachige Ausgabe, nächstes Jahr sicherlich zulegen und freue mich schon sehr, den Manga in Händen halten zu können. Die japanische Originalausgabe habe ich mir auch schon bestellt und ich hoffe, sie in den nächsten Tagen zu bekommen.  Ich vermute, daß mein Japanisch noch nicht gut genug ist, es auch lesen zu können, aber das ändert sich hoffentlich in den nächsten Jahren.

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